PFAS im Trinkwasser – Was steckt hinter den „Ewigkeitschemikalien“?
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) stehen zunehmend im Fokus von Behörden, Medien und Verbrauchern. Die Stoffgruppe umfasst mehrere tausend chemische Verbindungen, die aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften in vielen Industrie- und Alltagsprodukten eingesetzt wurden und teilweise noch eingesetzt werden.
Doch warum gelten PFAS als problematisch?
Und was bedeutet das für unser Trinkwasser?
Was sind PFAS?
PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind synthetisch hergestellte Chemikalien. Charakteristisch ist ihre extrem stabile Kohlenstoff-Fluor-Bindung, die sie:
- wasserabweisend
- fettabweisend
- hitzebeständig
- chemisch sehr stabil
macht.
Genau diese Stabilität führt dazu, dass PFAS in der Umwelt nur sehr langsam abgebaut werden. Deshalb werden sie häufig als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet.
Wo kommen PFAS vor?
PFAS wurden über Jahrzehnte in zahlreichen Produkten eingesetzt, unter anderem in:
- Outdoor-Textilien
- beschichteten Pfannen
- Feuerlöschschäumen
- Lebensmittelverpackungen
- Industrieprozessen
Durch industrielle Einträge, Deponien oder Feuerlöschübungen können PFAS ins Grundwasser gelangen.
PFAS im Trinkwasser – Wie relevant ist das?
Die Belastung ist regional unterschiedlich. In Deutschland und anderen EU-Ländern werden PFAS-Werte regelmäßig überwacht.
Mit der neuen EU-Trinkwasserrichtlinie wurden erstmals verbindliche Grenzwerte für bestimmte PFAS-Gruppen festgelegt. Diese gelten ab 2026 flächendeckend.
Wichtig:
In vielen Regionen liegt das Trinkwasser weiterhin innerhalb der gesetzlichen Vorgaben. Dennoch wächst das öffentliche Interesse an weitergehender Wasseraufbereitung.
Warum gelten PFAS als kritisch?
PFAS können sich in der Umwelt und im menschlichen Körper anreichern. Wissenschaftliche Studien untersuchen mögliche Zusammenhänge mit:
- Veränderungen von Blutfettwerten
- Beeinflussung des Immunsystems
- bestimmten Leberwerten
Die Forschung ist in Teilen noch nicht abgeschlossen. Behörden wie das Umweltbundesamt oder die EFSA bewerten die Datenlage kontinuierlich neu.
Können PFAS aus dem Wasser reduziert werden?
Je nach technischer Methode können bestimmte PFAS-Verbindungen aus dem Wasser reduziert werden.
Aktivkohle
Aktivkohle kann bestimmte PFAS binden, insbesondere langkettige Verbindungen. Die Wirksamkeit hängt von Kontaktzeit, Filterqualität und Belastung ab.
Umkehrosmose
Membranbasierte Verfahren wie die Umkehrosmose können – je nach Modell – eine hohe Rückhalterate vieler PFAS-Verbindungen erreichen.
Ionentauscher
Spezielle Harze können ebenfalls zur PFAS-Reduktion eingesetzt werden, meist im industriellen Bereich.
Wichtig:
Die tatsächliche Reduktionsleistung ist abhängig von der jeweiligen Anlage, der Wartung und der individuellen Wasserzusammensetzung.
Ist eine zusätzliche Wasseraufbereitung notwendig?
Ob eine zusätzliche Filterung sinnvoll ist, hängt von mehreren Faktoren ab:
- Regionale Belastung
- Individuelle Sicherheitsbedürfnisse
- Einsatzbereich (Haushalt, Praxis, Gewerbe)
- Analysewerte des eigenen Wassers
Eine qualifizierte Wasseranalyse bietet hier die beste Entscheidungsgrundlage.
Fazit: Sachlich informieren statt verunsichern
PFAS sind aufgrund ihrer Stabilität ein relevantes Umweltthema. Gleichzeitig unterliegt Trinkwasser in Deutschland strengen Kontrollen.
Moderne Wasseraufbereitungssysteme können – je nach Technik – zur Reduzierung bestimmter Stoffe beitragen. Entscheidend ist eine individuelle Betrachtung und fachgerechte Beratung.
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